Sportkonzeption der Sportfreunde Eintracht Freiburg e.V.

10/23/14

1. Vorwort

Bei dem im Jahre 2004 neugegründeten Verein im Freiburger Westen besitzt die Juniorenabteilung traditionell einen hohen Stellenwert. Dokumentiert wird dies in erster Linie durch eine Vielzahl von Spielern, die als Juniorenspieler den Dress der Sportfreunde bzw. Eintracht trugen. Schon seit Jahren ist es unser Pflichtbewusstsein, den Jugendlichen im Freiburger Westen eine Heimat zu geben. Wir verstehen uns als ein Verein für Alle, der Amateursport, Leistungssport und Breitensport unter einem Dach vereint.

 

Gemeinsam mit den Jugendlichen und Aktiven möchten wir sportliche und soziale Ziele erreichen und ein verlässlicher und fairer Partner für Eltern, Sponsoren und Werber sein. Damit die sportlichen und finanziellen Ziele des Vereins erreicht werden können, engagieren wir qualifizierte Personen als Trainer und Betreuer. Der Amateurbereich dient als Plattform für engagierte, talentierte und leistungswillige Fußballer. Hier gilt es die optimalen Rahmenbedingungen zu schaffen und eine gute Infrastruktur bereitzustellen.

 

Mit dem Aufbau eines Jugendzentrums für D-, E-, F-Junioren (U6-U12) an der Gaskugel bzw. eines Leistungszentrums für A-, B-, C-Junioren (U13-U18) im Weststadion, soll der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft der SF Eintracht Freiburg gelegt werden. Hier sollen leistungswillige, talentierte eigene Junioren ausgebildet und gefördert werden, mit dem Ziel eine einheitliche Ausbildung vom Junior bis zu den Aktiven zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang soll der Spaß am Fußball gefördert und Abwanderungen zu Trendsportarten verhindert werden.

 

Jeder und jede kann sein Hobby Fußball beim SFE ausüben. Im Bereich des Breitensport nimmt der SFE seine soziale Funktion war, in dem der Spaß am Fußball vermittelt werden soll. Denn Mitmachen kommt vor Erfolg! Der Einsatz von lizenzierten Trainern und qualifizierten Betreuern in allen Bereichen gilt als Vereinsmaxime. In diesem Zusammenhang unterstützt der SFE jeden Trainer und Betreuer in der Ausbildung beim zuständigen Fußballverband. Grundsätzlich sollen die Trainer und Betreuer den "Teamgeist SF Eintracht" vorleben, den alle Teams auszeichnen soll. Darüber hinaus übernehmen die Trainer und Betreuer einen Erziehungsauftrag, dem gerade bei den Nachwuchsteams einen hohen Stellenwert beigemessen wird.

 

Eine weitere große Bedeutung hat die Persönlichkeitsausbildung der Juniorenspieler. Sie sollen sich selbstkritisch mit der eigenen Leistung und mit den Vorgaben des Trainers auseinandersetzen und die Fähigkeit zum Teamgeist/Miteinander erlernen. Die eigenmotivierte Einstellung zum Spiel- und Trainingsbetrieb, der positive Umgang mit den Mitspielern, Gegnern und Schiedsrichtern sind weitere Punkte die der Juniorenspieler in seiner Ausbildung entwickeln soll.


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2. Organisatorischer Aufbau

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3. Ausbildungsziele

Allgemeines Ausbildungsziele

  • Erziehungsauftrag
  • Persönlichkeitsausbildung
  • Spaß und Freude am Spiel
  • Förderung talentierter Spieler
  • Trainer und Betreuer leben Teamgeist vor
  • Positiver Umgang mit Mitspielern, Gegnern und Schiedsrichtern
  • Kooperationen/Kontakte pflegen

3.1 Ausbildungsziele im Grundlagenbereich
Schon ab der Altersklasse F-Junioren (U6-U8) verfügt der SF Eintracht Freiburg über ein sehr gutes Trainer- und Betreuerteam. Im Vordergrund der Trainingsarbeit stehen bei den Jüngsten selbstverständlich der Spaß und die Freude am Fußballspiel. Es wird aber auch bereits in kindgerechter Form an Ball- und Körpertechniken trainiert, die als Grundlage für die spätere Leistungsentwicklung dienen. Im E-Junioren (U9-U10) Bereich setzt eine vielseitige Schulung der koordinativen Fähigkeiten ein, um ein möglichst vielseitiges Bewegungsspektrum zu entwickeln und damit die motorische Lernfähigkeit auf Dauer zu verbessern. Eine Erweiterung der spieltypischen Verhaltensweisen geht hierzu parallel einher.
 
3.2 Ausbildungsziele im Aufbaubereich
In der Phase der besten motorischen Leistungsfähigkeit, deshalb auch Geschicklichkeitsalter genannt, liegt der Schwerpunkt bei den D-Junioren (U11-U12) in der umfassenden Schulung aller fußballspezifischen Bewegungen bis zur Feinform und Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die erzieherische Aufgabe, vor allem die Entwicklung notwendiger Willenseigenschaften wie Einsatzbereitschaft und Beharrlichkeit aber auch die Hinführung zu einer Leistungsfördernden Lebensweise. Ab der Altersklasse C-Junioren (U13-U14) beginnt eine neue Entwicklungsphase, die erste puberale Phase. Sie führt zu einer Umstrukturierung: Die koordinativen Fähigkeiten und die Beweglichkeit werden reduziert zugunsten der übrigen Komponenten. Dadurch ist die motorische Lernfähigkeit etwas beeinträchtigt. Die geistige Kapazität verbessert sich entscheidend. Trainingsschwerpunkt ist in dieser Alterklasse die Entwicklung der motorischen Grundeigenschaften Kraft und Ausdauer. Die geistige Entwicklung wird für die taktische Schulung genützt. Zu beachten ist auch die erzieherische Aufgabe, vor allem die Hilfestellung bei Problemen.
 
3.3 Ausbildungsziele im Leistungsbereich
Wie in der Altersklasse der C-Junioren, wechselt auch in der B-Juniorenklasse (U15-U16) die Entwicklungsstufe. Es folgt die zweite puberale Phase der Stabilisierung, begleitet von der Ausprägung leistungsfördernder Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen und Selbstüberwindung. Im Training soll der Jugendliche mit dem Eintritt in die neue Entwicklungsphase auf die Anforderungen des Leistungsports in technischer, taktischer und konditioneller Hinsicht behutsam vorbereitet werden. Das geschieht durch eine kontinuierliche Steigerung der Anforderungen. Außerdem soll der Jugendliche durch Vermittlung von Wissen und verstärkter Übertragung von Verantwortung selbständig werden. A Zum Ende der letzten Altersklasse (A-Junioren [U17-U18]) soll der Jugendliche in seiner Leistungsentwicklung eine Stufe erreichen, in der er sich alle grundlegenden Fertigkeiten aneignet und automatisiert hat, so dass er Höchstleistungen anstreben kann. Auch soll er sich alle Kenntnisse angeeignet haben, die notwendig sind, um im Spiel selbständig handeln und trotzdem sich in die Mannschaft einfügen zu können. Der fließende Übergang in den Aktivenbereich wird in der zweiten Jahreshälfte eingeleitet, in dem der Jugendliche erste Trainingseinheiten mit den Aktiven absolviert. Über alle Alterklassen sind die Ausbildungsziele der SFE gemäß dem Ausbildungskonzept des Deutschen-Fußball-Bundes ( DFB) definiert. Klare Vorgaben hinsichtlich der einzelnen Trainingseinheiten gibt es aber nicht. Die Planung der einzelnen Trainingseinheiten und ihre Einbindung in den gesamten Jahreszyklus sind in der Verantwortung des jeweiligen Trainers.


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4. Talentsichtung und Talentförderung

Der intensiven Sichtung wird in der Juniorenabteilung der SF Eintracht Freiburg ein großer Stellenwert eingeräumt. Das Sichtungssystem im A-D-Juniorenbereich unterliegt der individuellen Sichtung durch den sportlichen Leiter, den Jugendleiter und die verantwortlichen Trainer in den Altersklassen. Im F-E-Juniorenbereich findet keine spezielle Sichtung statt. Hinsichtlich der Sichtungskriterien der SF Eintracht Freiburg wird besonderer Wert auf die technische Voraussetzungen wie Schnelligkeit (Bewegungs- und Spielschnelligkeit ), Spielintelligenz, Einstellung (bei einem Probetraining) Persönlichkeit, Teamgeist, Kritikfähigkeit und Lernwille gelegt. Die Kriterien an einen "guten Spieler" beinhalten somit Bewegungsbegabung/Technik, Schnelligkeit (Grundschnelligkeit) und Willenseigenschaften (Charakter). Ein Talent im Sinne der SF Eintracht Freiburg ist somit ein Spieler der über eine seiner Altersklasse überdurchschnittlichen Bewegungsbegabung, Technik, Schnelligkeit und Willensstärke (sportlich, schulisch, beruflich) verfügt. Wenn wir ein Talent besitzen ist es die Maxime das Talent zu bewahren, in sportlicher/schulischer Hinsicht Unterstützung zu garantieren und Förderungsmöglichkeiten im bzw. außerhalb des Vereins überprüfen. Eine Förderung im Rahmen der Trainingsmaßnahmen findet gezielt in allen Altersklassen entsprechend der speziellen Schwerpunkte statt. Begleitend zu den wöchentlichen Trainingseinheiten (maximal dreimal die Woche) werden folgende Sondermaßnahmen angeboten: spezielles Torwarttraining (A-D-Junioren), Turniere (In- /Ausland) oder Fahrten zu Bundesligaspielen. Grundsätzlich sind Kinder keine Profifußballer. Die Vermittlung von Spaß und die Begeisterung am Spiel stehen im Vordergrund unseres Wirkens und keine Ergebnisorientierung. In diesem Zusammenhang sehen wir von klaren Spielsystemvorgaben ab. Die Junioren sollen in verschiedene Spielsysteme eingeführt werden, um auf situative Anforderungen des Spiels Antworten und Lösungsmöglichkeiten finden zu können. In diesem Zusammenhang liegt die primäre Aufgabe des Trainers in der Beobachtung und Weiterentwicklung der Spieler.


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5. Zusammenarbeit Jugend-Aktivenbereich

Die Integration der Juniorenspieler in den aktiven Bereich gilt als oberstes Ziel und kann nur über eine transparente Gestaltung der Vereinsarbeit im Jugend- und Aktivenbereich erreicht werden. Die Zusammenarbeit der einzelnen Entscheidungsträger (Abteilungsleiter Fußball, sportlicher Leiter, Jugendleiter, Spielausschuss und Trainer) ist in diesem Zusammenhang unerlässlich. Der regelmäßige Austausch über den Leistungsstand des Jugend- und Aktivenbereich ermöglicht so eine praktische Umsetzung der Sportkonzeption der SF Eintracht Freiburg e.V. Den Mittelpunkt des SFE bilden die Spieler sämtlicher Mannschaften. Für die Vereinsführung ist es daher oberstes Bestreben die besten Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Spieler ihre persönlichen sportlichen Möglichkeiten sowie ihre Entwicklungspotentiale im sportlichen bzw. Bildungsbereich zur Gänze ausschöpfen können. Dies wird sichergestellt durch die kontinuierliche, dem wirtschaftlichen Rahmen entsprechende Personalpolitik, die Förderung junger Spieler, die offene und ehrliche Beziehung zwischen allen Mannschaften, Betreuern und der Vereinsführung, die Möglichkeit zur Mitgestaltung und Mitsprache für die Spieler, die Fairness im gegenseitigen Umgang, die jederzeitige Bereitschaft zum Dialog zur Sicherstellung eines "Wohlfühl-Effektes" bei Spielern und Vermeidung von Konfliktsituationen. Der Verein möchte dadurch Voraussetzungen schaffen, unter denen die Spieler in der Lage sind, Höchstleistungen zu erbringen. Aber: Spieler beim SFE zu sein, verlangt mehr, als nur die Verpflichtung, große fußballerische Fähigkeiten zu besitzen und sportliche Höchstleistungen zu erbringen! Spieler der SF Eintracht Freiburg zu sein bedeutet:

  • Sich 100%ig mit dem Verein und dessen Zielen zu identifizieren
  • Fair und loyal dem Verein gegenüber zu sein
  • Engagement, Ehrgeiz und Elan zu besitzen
  • Die Bereitschaft mit zu bringen, junge Spieler zu integrieren und sie bei ihrer Entwicklung zu unterstützen
  • Vorbild für die Jugend zu sein
  • Spieler aus anderen Kulturkreisen und / oder mit fremden Sprachen zu integrieren
  • Kameradschaft innerhalb der Mannschaft zu fördern
  • positives Auftreten gegenüber Sponsoren, Medien und Fans.

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6. Sponsoren, Partner und öffentliche Hand

Transparenz, Fairness und Loyalität sind für uns in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit unseren Sponsoren selbstverständlich. Ohne Sponsoren, Partnern aus der Wirtschaft sowie Unterstützung der "Öffentlichen Hand" ist ein Fußballclub nicht lebensfähig. Das Verhältnis zueinander bedeutet für uns daher nicht nur Sponsorship, sondern vor allem Partnerschaft. Daran lassen wir uns auch gerne messen. Für uns bedeutet Partnerschaft offene, ehrliche Kommunikation und das Schaffen einer Basis, auf der unsere Partner Ihre Produkte und Dienstleistungen öffentlichkeitswirksam präsentieren können. Grundlage hierfür ist die transparente Informationspolitik und die wirtschaftliche Transparenz sowie die Gleichbehandlung aller Sponsoren und Partner, die den SF Eintracht Freiburg e.V. unterstützen: "Jeder Beitrag ist wichtig!" Der kaufmännisch sorgfältige Umgang mit Sponsorenbeiträgen und Fördergeldern wird als Voraussetzung für eine Verbesserung der finanziellen Basis des Vereins gesehen. Mit regelmäßigen Sponsorenveranstaltungen soll der Bekanntheitsgrad unserer Partner erhöht sowie der Imagewert gefestigt werden. Die Nutzung möglicher Synergien bezüglich der gemeinsamen Zielgruppe Besucher, Vereinsmitglied, Medien sowie Förderung möglicher Synergien zwischen Sponsoren/ Partnern/ Öffentliche Hand und die Schaffung einer gemeinsamen Kommunikationsplattform stehen dabei im Vordergrund.


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7. Medien

Transparenz, Fairness und Loyalität sind auch bei unserer Zusammenarbeit mit den Medien-Partnern selbstverständlich. Ohne Medienarbeit ist ein Fußballclub nicht öffentlichkeitswirksam. Das Verhältnis zueinander bedeutet für uns vor allem Partnerschaft mit den Medien, im Umgang mit unseren Partnern aus dem Internet- und Printbereich. Für den SF Eintracht Freiburg e.V. bedeutet die Partnerschaft mit Medien eine transparente, ehrliche Informationspolitik und die zeitnahe Information. Die Pflege des persönlichen Kontaktes zwischen Vereinsleitung, Spielern, Betreuern und Medienvertretern sowie die Fairness im gegenseitigen Umgang werden als Grundlage der Zusammenarbeit gesehen. Der optimale Service am Spieltag, der die Bereitstellung sämtlicher Infokanäle: Presseaussendungen, Homepage etc. beinhaltet, soll keine bestimmten Medien benachteiligen. Der SFE versteht sich als Dienstleister für die Medien und zeigt dies auch durch dementsprechendes Handeln.


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8. Besucher und Fans

Neben den Sponsoren bilden unsere Besucher und Fans eine bedeutende Basis für den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg des SFE. Für die Mannschaft ist es deshalb Verpflichtung, sportliche Höchstleistungen zu erbringen und einen engen, persönlichen Kontakt zu ihren Anhängern zu pflegen. Dabei ist es unerlässlich die Sicherstellung eines optimalen Kundenservice (vor und nach dem Spiel) zu gewährleisten. Durch die Stadionzeitung "Anpfiff", die SFE Vereins Nachrichten und die Homepage wird eine transparente Informationspolitik gegenüber unseren Besuchern und Fans betrieben. Eine moderate Preisgestaltung bei Eintrittsgeldern (inkl. Ermäßigung für Berechtigte) sowie beim Verkauf von Waren, wird angestrebt.


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